Lernräume der Bestandskultur
Shownotes
Episode 04:
Lernräume der Bestandskultur – Wie sich Arbeitsfelder der Branche verändern
Eine neue Umbaukultur erfordert auch eine veränderte Wissenskultur. Wie erlernen angehende Fachleute den Umgang mit der Bestandsstadt? Mit welchen neuen Fragestellungen und Situationen müssen die Disziplinen umgehen? Welche Lernräume brauchen sie? Welche Zugangsweisen zur gebauten Welt müssen neu gelernt – und welche verlernt werden?
Wenn die Tabula-Rasa-Logik die Komplexität urbaner Transformationsprozesse nicht mehr verdecken kann, treten «Wicked Problems» zwischen ökologischen, ökonomischen und sozialen Fragestellungen und Motiven zunehmend als gesellschaftliche Aushandlungsprozesse hervor. Diese Aushandlungen lassen sich nicht mehr innerhalb einzelner Disziplinen lösen. Zunehmend braucht es einen Perspektivwechsel: vom Produkt zum Prozess, von der Zukunftsvorwegnahme zu Möglichkeitsräumen, von der Vermittlung zum Dialog.
Diese Episode bringt zwei exemplarische Studienprogramme in den Dialog, das Lehr- und Forschungsprogramm Urban Design an der HafenCity Universität Hamburg (HCU) und das Masterprogramm Kollaborative Raumentwicklung (Ko:Lab) an der Hochschule Luzern. Urban Design an der HCU besteht seit 2008 als interdisziplinärer wissenschaftlicher Master, der den Bestand als Wirkungsgefüge versteht und zum Ausgangspunkt einer forschend-gestalterischen Praxis macht. Der Master Kollaborative Raumentwicklung (Ko:Lab) an der HSLU Luzern startete im Herbst 2024 als Kooperation der Institute für Architektur, Soziokulturelle Entwicklung sowie Regionalökonomie und widmet sich der Entwicklung und Vermittlung einer disziplinübergreifenden, kollaborativen Planungspraxis.
Beide Lernräume teilen gemeinsame Fragestellungen: Wie lernt man, mit Situationen der Unbestimmtheit konstruktiv umzugehen? Wie verändern sich Disziplinen, wenn ihre Grenzen zu Aushandlungsräumen werden? Welche analytischen und kommunikativen Fähigkeiten und Verhandlungstechniken braucht es zusätzlich zur gestaterisch disziplinären Kompetenz? Welche Rolle spielen reale Kontexte und das Scheitern im Lernprozess? Und wie gehen Absolvent:innen mit den strukturellen Widerständen aus Verwaltung, Politik und Immobilienmarkt um, wenn sie ihr Erfahrungswissen in eine Praxis tragen, die selbst noch nicht umgeschaltet hat?
Judit Solt (espazium) und Ben Pohl (Denkstatt sàrl / B/IAS) sprechen mit Prof. Bernd Kniess (HafenCity Universität Hamburg, Urban Design), Prof. Dr. Ulrike Sturm (Hochschule Luzern, Institut für Soziokulturelle Entwicklung) und Tabea Michaelis (Denkstatt sàrl, Co-Leitung MA Kollaborative Raumentwicklung HSLU) über Hochschulen als Lernräume einer neuen Planungskultur.
Transkript anzeigen
00:00:02: Die Disziplinplanung, die verändert sich bereits.
00:00:04: Alle Studiengänge in der Schweiz haben sich umbenannt.
00:00:07: Sie hießen Raum-Planung und heißen jetzt alle Raumentwicklung.
00:00:11: Ich glaube dass dieses Wording etwas aussagt eine Absicht darstellt.
00:00:16: ob sich die Absicht dann realisieren wird ist was anderes aber es ist zumindest eine absicht die den absichten die wir verfolgen nahesteht.
00:00:27: dem
00:00:27: master zugrunde liegt eigentlich dieser perspektivwechsel vom produkt hin zum prozess Von der Zukunftsvorwegnahme hin zu den Möglichkeitenräumen, von der Vermittlung zum Dialog.
00:00:41: Wenn ich mich selbst verorte in einem Kontext mit meinen Interessen und meinem Motiv, dann habe ich eine andere Form, mich in dem Kontext zu bewegen, darin zu handeln auf Verantwortung zu übernehmen.
00:00:53: Wenn Ich mich selbst ins Zentrum stelle mit meiner Frage, dann komme ich auch zu neuen
00:00:58: Erkenntnissen.".
00:01:03: Das Thema des heutigen Podcast Lernräume der Bestandskultur, wie sich Arbeitsfelder der Branche verändern.
00:01:10: Unsere Hauptfrage ist – Wie erlernen angehende Fachleute den Umgang mit der Bestandstadt?
00:01:17: Welche Lernräume brauchen Sie?
00:01:19: Welcher Zugangsweisen zur gebauten Welt müssen wir neu lernen und was sollen wir fördern?
00:01:26: Dem wollen wir am Beispiel von zwei Hochschulen nachgehen nämlich der Hafencity Universität Hamburg und der Hochschule Luzern.
00:01:34: Herzlich willkommen zu unserer Podcastreihe.
00:01:36: Die Schweiz ist gebaut.
00:01:38: Was tun, wie eine lernende Planungskultur den Bestand erkennt?
00:01:42: Im Architekturforum Zürich lädt Denkstadt zusammen mit TEG-Einundzwanzig zu vier Diskussionsrunden in kleinerem Kreis ein.
00:01:49: Eine unserer Thesen lautet – eine neue Umbaukultur erfordert auch!
00:01:54: Eine veränderte Wissenskultur.
00:01:56: Mein Name ist Ben Pol.
00:01:58: ich bin als Urban Designer und Stadtforscher Teil des Teams der Denkstatt.
00:02:02: Zusammen mit Judith Schold werde ich den heutigen Podcast moderieren.
00:02:06: Ja, ich bin von der Ausbildung Herr Architektin und Chefredaktorin von DECA-Irschweizerische Bauzeitung.
00:02:14: Ich möchte nun anfangen unsere Gäste vorzustellen.
00:02:17: Prof.
00:02:18: Bernd Knies ist Landschaftsgärtner, Architek und Stadtplaner.
00:02:23: Er entwickelte unter anderem mit dem Projekt Kölner Brett eine radikale Architektorpraxis die nicht nur das Objekt adressiert, sondern vor allem auch seinen Gebrauch.
00:02:33: Er ist Initiator und Leiter des Lehr- und Forschungsbereichs Urban Design an der Hafen City Universität Hamburg, dass sich seit dem Jahr zwei tausend acht mit einem interdisziplinären Masterprogramm mit den Fragestellungen der Bestandsstadt und einer neuen Planungskultur befasst?
00:02:50: Tabea Michailis ist Staudengärtnerin Landschaftsarchitektin und Urban Designerin.
00:02:56: Sie hat an der HafenCity Universität Hamburg bei Bern-Knieß über Möglichkeiten, Räume geforscht und abgeschlossen.
00:03:04: Seit Jahrzehnten ist sie Co-Geschäftführerin der Denkstadt Saarl – eines Büros für städtebauliche Entwicklungshilfe und unsere Gastgeberin.
00:03:14: Aktuell ist sie in der Co-Leitung und im Aufbau des MA-Kollaborativer Raumentwicklung an der Hochschule Luzern zusammen mit Amelie Therese Meier.
00:03:24: Und unser dritter Gast Professor Dr.
00:03:27: Ulrike Sturm.
00:03:28: Sie ist Architektin und Leiterin des Instituts für Soziokulturelle Entwicklung der HSLU-Pluzern Soziale Arbeit.
00:03:35: Und sie hat an der HSLO das Masterprogramm Kollaborative Raumentwicklung initiiert, mitkonzipiert.
00:03:44: Nun hören wir erste Ausführungen zu all dem was an der Hafen City Universität Hamburg läuft und gelaufen ist.
00:03:53: Ja vielen Dank für die Einladung und die Einführung!
00:03:57: Mit dem Lehren-Forschungsprogramm Urban Design sind wir seit der Hafen City Universität in Hamburg aktiv.
00:04:05: Als Stadtstaat hier in der Schweiz wäre das der Stadtkanton, stellt sich Hamburg seit den frühen zweitausender Jahren eine massiven Innenentwicklung.
00:04:15: so ist die Transformation der Elbinsel Wilhelmsburg die lange Zeit als eines der größten Stadtentwicklungsprojekte Europas galt.
00:04:24: Nichts Geringeres sollte hier zur Verhandlung stehen als die Zukunft der Stadt.
00:04:30: Wie aber lässt sich Zukunft heute denken, wie lässt sie sich entwickeln?
00:04:34: Urban Design als neues Lehr- und Forschungsprogramm an der Hafen City Universität stellt diese Frage ins Zentrum seines Tunes.
00:04:42: Es befasst sich mit der Komplexität urbarer Prozesse deren Analyse und Gestaltung und ist in der Ausbildung auf einen wissenschaftlichen Master angelegt.
00:04:51: Der Ansatz des Studienprogramms ist das Gegebene, also die Zusammenhänge von gebauter Weltdingen, Menschen, Lebewesen, Infrastrukturen, Ökonomie-, Ökologie-Gesetzen usw.
00:05:03: als Wirkungsgefüge zum Ausgangspunkt zu nehmen sie wahrzunehmen les und greifbar zu machen.
00:05:12: Das Interesse ist nicht nur einen konstruktiven Umgang damit zu entwickeln sondern mittels gezielter Eingriffe in die erkannten Strukturen Veränderungen herbeizuführen.
00:05:23: Das bedeutet den letzter Konsequenz, vorbehaltlos die Zugänge zur relevanten Wissen und zu den verschiedenen Weisen der Wissensproduktion aufzuschließen und sich ein wechselseitiges Verständnis für unterschiedliche Fach- und Zeichenssprachen der Konzepte Bezeichnungen und Bedeutung zu erarbeiten.
00:05:41: Eine glückliche Koinzidenz bei der Umsetzung des neuen Programms war dass wir Auf das Zeitgleich mit seinem Studienbeginn auch ein Kooperationsprojekt, mit der internationalen Bauerstellung IBER-二zig dreizehn zu starten kommen.
00:05:55: Heute würde man es vielleicht ein Reallabor nennen.
00:05:58: damals war es in Deutschland ein absolutes Neuland eingebettet in den urbanen Alltag mit Forschung und Lehre in der Praxis von städtischer und baulicher Transformation zu arbeiten.
00:06:11: Zwischen wandelisiertem Leerstand und Abriss wurde ein Gebäude über fünf Jahre als experimentelle Setting für leere Forschung und Praxis nutzbar gemacht.
00:06:19: Die Universität der Nachbarschaften diente dem neuen Studienprogramm und seinen Studierenden von im Jahr twohausend acht bis zweihausund vierzehn als Labor- und Werkstatt, in dem es nicht nur seine Programmatik im Umgang mit dem Bestand in Aneignung und Gebrauch im Maßstab eins zu eins erprobte Sondern zudem seine Möglichkeiten im konkreten Kontext einer bestehenden Nachbarschaft in seinen extremen Auslotteten.
00:06:44: Also seit dem Jahr zwei Tausend acht habt ihr UD aufgebaut?
00:06:48: Was hat euch bewogen, sich der Untersuchung komplexer urbaner Wirklichkeiten zu stellen?
00:06:54: Da muss ich ein bisschen zurückgehen in die Praxis des Architekten, die eine ganz eigene ist weil Ich bin zusammen mit Arno Brandlober dann mehr oder weniger aus dem Studium herausgekommen.
00:07:04: wir kannten uns aus dem studium Und es war immer ein gemeinschaftlicher Austausch innerhalb von uns Studierenden, aber auch mit den GestalterInnen.
00:07:14: Ich denke das haben wir dann auch kultiviert in unserem Büro.
00:07:18: Wir hatten Freitags noch offene Sessionen, wo wir Gäste eingeladen haben zum Mittagessen.
00:07:24: Wir haben das provoziert im Austauschen indem wir versucht haben an diesen Freitagen offen zu legen woran wir arbeiten und zur Diskussion zu stellen.
00:07:33: Und ich denke diese Erfahrung Insbesondere das Bauvorhaben, dann Kölner Brett.
00:07:38: Das ist ein Atelierhaus was unter der Maßgabe wir bauen einen Loft neu entstanden ist.
00:07:45: Ein offener Raum auch und ich glaube da habe ich das erste Mal wirklich so verstanden was für mich als Architekt offenerraum ist.
00:07:54: diese Räume sind zweigeschossig und eingeschossig Und wirklich leer.
00:08:01: Neuen Bewohnerinnen teilweise dann die rostigen Träger da reingetragen haben, um diese Loft-Atmosphäre zu kreieren.
00:08:08: Fand ich das total spannend!
00:08:10: Also das wirklich loszulassen und ihnen den Raum nach innen dieser Aneignung zu geben präsentiert zu haben.
00:08:17: Und ich glaube so ist bei mir der Koschen gefallen.
00:08:20: Das was wir gelernt haben im Studium es Funktionen zu sortieren.
00:08:25: und hier dreht sich das rum.
00:08:27: und auf einmal geht es um den Gebrauch Also Aneignung und Gebrauch in einer Struktur, die das ermöglicht.
00:08:35: Und daraus resultierte dann eigentlich diese Sache Wir müssen genauer hingucken Es geht um den Gebrauchs.
00:08:40: Ich muss es tatsächlich lernen aus dem was da ist Um zu erfahren Was sein kann Dieses kreative Entwerfen Das ist ja ein Erfahrungswissen Was man hier auch teilweise schmerzlich einübt über Jahre langes üben und was sich nicht vermittelt.
00:08:56: Und ich habe mich dann gefragt, als ich an dem Punkt war, wir müssen mehr wissen über das, was da ist um daraus Lösungen zu entwickeln oder Möglichkeiten der Aneignung?
00:09:08: Also die Frage war dann wie schließe ich Möglichkeitenräume auf, aber dann die Frage Wie kann ich das kombinieren?
00:09:15: dass viele wissen was in der Stadtforschung, Architekturforschen da ist, ist ja abgetrennt von der Architekturproduktion von den Entwerfen.
00:09:24: Wie kann ich das verknüpfen?
00:09:25: Wie kann es sozusagen diesen kreativen Prozess des Entwerfens aufwissend passieren.
00:09:30: Und das war für mich sozusagen die Herausforderung oder die Aufforderung, dass tatsächlich mal radikal zu denken.
00:09:38: Es gibt nicht eine Antwort auf diese Frage was kann hier sein?
00:09:42: und trotzdem braucht einen Startpunkt von dem man sagt wir starten in dieser Richtung.
00:09:47: wie kommt diese Entscheidung zustande?
00:09:50: Das Problem ist dass wir mit dem Problem starten und nichts wissen über was hat das Problem eigentlich verursacht.
00:09:57: Wir starten mit genau dem, was an uns herangetragen wird.
00:10:00: Was gibt uns die Sicherheit?
00:10:02: Dass es tatsächlich das Problem ist.
00:10:04: Bei Urban Design dreht sich das rum.
00:10:07: Wir machen am Anfang Übungen – wir nennen das takes also nicht tasks in der Frage oder Antwort oder im Problem und die Lösung sondern ein take.
00:10:17: Das heißt Man umspielt das Thema und gewinnt dabei Erkenntnisse.
00:10:22: Und wenn man das ein paar Mal macht, erzeugt es ein Interesse, ein subjektives Interesse an diesem Kontext, an der Ramung... ...und daraus entwickel ich dann eine Fragestellung die wird abgeglichen natürlich mit theoretischen Einflüssen.. ..und dann komme ich zu einem Forschungsansatz und da gehe ich in die Tiefe.
00:10:42: Mich würde interessieren, wenn ich das jetzt vergleiche mit einem ganz klassischen Ausbildungslehrgang wie er zum Beispiel an der ETH Zürich praktiziert wird.
00:10:51: Wie gehen die Studierenden damit um, dass sie weitestgehend selbstständig ihr eigenes Feld definieren müssen?
00:10:58: Naja, Sie sind ja nicht alleine sondern Sie sind im Kontext sozusagen mit Ihren Kommilitoninnen in diesem Kurs also in diesem Projekt wo Sie im Rahmen dieses Jahresthemas sich bewegen.
00:11:09: Und was ich vorhin sagte, diese Takes am Anfang, die bearbeiten sie in rotierenden Konstellationen zu dritt oder zu viert und das bildet die gemeinsame Wissensquelle.
00:11:22: Aus dieser gemeinsamen Wissenschwelle, die Sie sich alle erarbeitet haben entwickeln Sie Ihr individuelles Forschungsinteresse, das teilen Sie wieder und daraus bilden sich dann die eigentlichen Projektgruppe, die ein Thema weiter bearbeiten.
00:11:38: Also das ist super spannend und es ist wirklich in einem ganz großen Kontrast zu dem, was unsere Generation eigentlich mitgekriegt hat.
00:11:46: Mit einer vorgegebenen Aufgabe, mit einem vorgegebenden Raumprogramm werden die Grundlagen überhaupt nicht mehr hinterfragt sondern man hält sich an die Vorgaben.
00:11:55: Ihr lernt eigentlich das Gegenteil?
00:11:57: Ihr lernte oder lehrt alles, was davor passieren muss?
00:12:02: Nun hören wir den Bericht von der Hochschule Luzern.
00:12:07: Vielen Dank für die Einführung.
00:12:10: Ich möchte am Anfang ein bisschen Schweizer Kontext herstellen.
00:12:14: Die Schweiz ist meines Wissens das einzige Land nicht nur in Europa, sondern wahrscheinlich sogar weltweit, indem der haushälterische Umgang mit dem Boden gesetzlich bindend vorgegeben ist und dies seit im Jahr zwei tausend vierzehn.
00:12:28: Das gibt eine Fokussierung auf die Innenentwicklung vor und damit den klaren Auftrag im Bestand und mit dem Bestand zu arbeiten.
00:12:35: Es geht um den Gebauten, den gelebten Raum und dessen Bedeutung.
00:12:39: Und die machen dann den Raum erst aus.
00:12:41: Dieser entsteht täglich zwischen den genannten Akteuren.
00:12:45: Bauen im Bestand heißt also auch mit den Akteur zu arbeiten, die schon da sind – und auch mit vielem anderen was da ist.
00:12:53: Das erhöht die Komplexität der Planung erheblich.
00:12:56: Wir haben es bei der Planungen von Räumen zunehmend mit Wicked Problems zu tun mit Problemen, die sich nicht einfach innerhalb einer Disziplin lösen lassen.
00:13:06: Die eben auch vielleicht eine Mehrstufigkeit brauchen, wo nicht eine Lösung für immer gelten kann sondern wo es sich stufenweise entwickeln muss.
00:13:15: und es ist auch so das habe ich während meines Studiums noch viel gehört dass es nicht eine Leitdisziplin gibt, die das alles orchestriert.
00:13:24: Das war der Wunsch, dass die Architektur diese Leiddisziplinen sein könnte.
00:13:29: Schon braucht es andere Disziplinen, das ist schon klar.
00:13:32: Aber die Architektur hat den dirigenten Stab in der Hand – das war die Idee!
00:13:37: Und das ist eben in dieser Situation denke ich wirklich nicht mehr der Fall.
00:13:43: Die Grenzen der Disziplin sind zu Handlungsgrenzen und umsetzungsgrenzen geworden und deshalb braucht es auch eine neue Planungskultur.
00:13:51: Wir haben in der Hochschule Luzern begonnen mit dieser neuen Planung Skulptur zu experimentieren Und das gab eine Zusammenarbeit auf der einen Seite des Instituts für Architektur, des Institut für Soziokulturelle Entwicklung und des Institutos Betriebs- und Regionalökonomie.
00:14:08: In diesem Dreiklang haben wir die Projekte gemacht – dann auch nicht nur mit Hochschulseites sondern zusammen mit den Akteuren um GSG, also mit der Verwaltung und der Politik aber auch mit der Bevölkerung, mit Planungsbüros, die eventuell involviert waren In dieser Arbeit, die in den Projekten stattgefunden hat wo wir die interdisziplinäre und auch transdisziplinäre Arbeit erprobt haben ist dann die Idee entstanden dass wir jetzt einen neuen Studiengang machen.
00:14:39: Und das obwohl die Hochschule CERN ja eigentlich gar keine Planungsausbildung hatte.
00:14:44: Ja was jetzt daraus geworden ist darüber berichtet Tabea
00:14:47: Genau, anschließend eigentlich an Deine Ausführungen.
00:14:50: Wir haben
00:14:51: erst mal jetzt im Herbst duzehn vierundzwanzig diesen Master mit doch dreißig Studierenden aus verschiedenen Disziplinen gestartet und eben dem Master zugrunde liegt – eigentlich dieser Perspektivwechsel vom Produkt hin zum Prozess von der Zukunftsvorwegnahme hin zu den Möglichkeitenräumen und dem Denken in Szenarien von der Vermittlung zum Dialog.
00:15:12: Die Basis bildet das Wissen um die Rahmenbedingung der Schweizer Raumplanung aber auch genauso qualitative und quantitative Instrumente und Methoden.
00:15:21: Ich habe schon eingangs gesagt, wir haben im ersten Durchlauf mit dreißig Studierenden begonnen und die haben ganz unterschiedliche Ausbildungen, die sie mitbringen – ganz unterschiedlich Wissensbestände.
00:15:31: für dieses Masterprogramm ist es uns wichtig dass wir natürlich gerade auf dieser Co-Ottorenschaft oder auch auf der Kollaboration anfangen.
00:15:39: das heißt auch dafür haben wir entsprechende Lehrformate und Lernräume Und wir setzen natürlich auch ganz stark auf dialogische Formate wie das Teamteaching oder aber auch das Peer-Teaching zwischen den Studierenden und haben immer wieder regelmäßige Modul- und Semesterübergreifende Reflexionsmomente mit dem gesamten Lehrteam, aber auch mit den Studierenen.
00:15:59: So dass wir auch immer diese Rückkopplungsmomente während und auch zwischen den Semestern haben.
00:16:05: Herzlichen Dank!
00:16:06: Ich versuche es mal mit einer Einstiegsfrage an dich Ulrike.
00:16:10: Wenn ich das richtig lese, geht es ja nicht darum trotz Komplexität handlungsfähig zu sein sondern gerade mit Komplexkeit oder Durchkomplexität wieder handlungsfähig zu werden.
00:16:25: Wie weit greifen diese Lernräume die ihr damit aufruft in die Disziplinen ein?
00:16:32: Für uns war natürlich wichtig, dass es ein Master ist.
00:16:34: Das heißt, es kommen alle mit einer disziplinorientierten Bachelorausbildung und die kommt auch mit hinein.
00:16:43: also der Reflexion kommt auch dadurch zustande das ich meine Disziplin vertrete und die anderen ihre Disziplinen vertreten und durch diese Multiperspektivität die automatisch dadurch entsteht aber nicht dadurch, dass man die Disziplanarität deswegen entwertet.
00:16:58: Also es geht nicht darum zu sagen du musst jetzt alles verstehen Sondern es geht eigentlich darum, die disziplinären Perspektiven auch stark zu machen.
00:17:06: Sich damit auch gegenseitig zu irritieren darüber zu reflektieren und in das hineinzukommen was dann für das Berufsleben ja sehr entscheidend ist.
00:17:16: wie handle ich das aus?
00:17:17: Man beginnt auszuhandeln sozusagen auch an dem Problem der Aufgabe die dadurch dass sie so multiperspektiv verstanden wird nicht eindeutig ist Das Lernen des Aushandelns Indem es nicht darum geht, zu nivellieren sondern indem es darum geht die einzelnen Bestandteile sehr klar zu verstehen und dann auch Prioritäten zu setzen vielleicht in einer Kreativität die Lücke zwischen den Regelungen zu finden oder sich im politischen Umfeld bewegen zu können wo ja auch bestimmte Dinge schlichtweg gesetzt sind.
00:17:51: Die da nicht entwerferisch komplett aufgehoben werden können.
00:17:54: Und dafür ist diese Begegnung und die Auseinandersetzung zwischen den Disziplinen sehr wichtig.
00:18:00: Ja, ich kann das gut ergänzen vielleicht auch gerade so von Rückmeldungen der Studierenden, die sich ja jetzt auch intensivst über das erste Semester haben kennenlernen dürfen und wir haben wirklich auch beobachtet dass das zum Teil funkt und natürlich auch zwischendurch zu Irritationen führt.
00:18:15: Das ist sehr interessant zu sehen, dass sie viel Zeit miteinander brauchen um überhaupt erst mal ins Reden zu kommen.
00:18:23: Aspekt auch bei uns im Studio ist, wie immer das Gefühl haben sie reden intensiv und diskutieren.
00:18:29: Und dass das immer wieder sehr spannende Erkenntnismomente generiert.
00:18:32: Das sieht man dann in diesen vielen kleinen Schritten die wir mit ihnen machen dieses vor und zurück in einem.
00:18:38: Es freut uns sehr, dass dieser Studiengang auf ein sehr großes Interesse stößt.
00:18:43: Wir haben monatliche Infoveranstaltungen online und es sind mal bis zu dreißig Teilnehmerinnen sich über den Studiengang informieren und erscheint wirklich eine zeitgemäße Form zu bieten.
00:18:55: Wir haben gehört, es braucht einen transdisziplinären, einen lernenden Zugang.
00:19:00: wenn man diese einzelnen Disziplinen betrachtet die da zusammenkommen und zusammenwirken braucht es innerhalb dieser einzelne Disziplin auch noch zusätzliche Fähigkeiten und Fertigkeiten oder reicht das was diese Studierende mitbringen aus ihren jeweiligen Kompetenzen heraus.
00:19:20: Also ich denke jetzt insbesondere an kommunikative Fähigkeiten, meine Erfahrung ist dass das je nach Disziplin sehr unterschiedlich ausgebildet ist?
00:19:30: Wir haben da eine.
00:19:31: auch in der Vorbereitung von dem Master hatten wir da so verschiedene Stufen festgelegt.
00:19:35: die Stufe die im Bezug auf jede Disziplin erreicht werden sollte ist dass man die andere Diszipling mal grundlegend kennt und weiß was diese Leute können damit ich dann auch im Falle eines Falles weiß, ah jetzt brauche ich das oder ich brauche jenes.
00:19:51: Also dass ist die eine Stufe, die für jede Disziplin gilt.
00:19:56: Wir haben auch Fähigkeiten von denen wir nicht annehmen, dass das alle lernen.
00:19:59: zum Beispiel gerade die Entwurfstechniken, die kommen nun aus den Entwurfsfächern und das Lernen Soziologinnen sagen wir eher geisteswissenschaftlichen Kontexten, nicht einfach mal so in einem Master.
00:20:13: Also das lässt sich nicht unbedingt vermitteln?
00:20:16: Das kann aber auch bleiben weil da geht es dann um die Zusammenarbeitsfähigkeit und die Erkenntnis wo die eigene Disziplingrenze sozusagen liegt was man alle lernen sollten.
00:20:26: also das hoffen.
00:20:28: ich meine sie haben erst ein Semester Wir haben noch nicht den Proof Aber das sind bestimmte kommunikative Techniken Und auch Kreativitätstechniken die darin liegen.
00:20:37: Das ist diese Verhandlung, die ich vorhin schon genannt habe.
00:20:40: Die Verhandlungsfähigkeit, das Aushandeln können Verhandlungen führen.
00:20:46: Da ist es eine zentrale Technik, da sind zentralen Fähigkeiten, die wirklich an alle vermittelt werden sollten.
00:20:52: Das bringen manche mehr mit als andere.
00:20:56: Das ist natürlich ganz unterschiedlich je nachdem was die Ausgangsdisziplin ist.
00:21:01: Ich würde diese Frage gleich auch an dich weitergeben Bern würdest du dich dem anschließen, also dass jede Disziplin grundsätzlich sehr gut aufgestellt ist innerhalb ihrer disziplinären Grenzen.
00:21:13: Das aber um diese Grenzen eben aufzubrechen und miteinander wirklich in Dialog treten zu können eigentlich eine gemeinsame Dialogkultur- und Kommunikationstechniken, Kreativitätstechniker zu erlernen sind zusätzlich?
00:21:28: Absolut kann ich nur zustimmen!
00:21:30: Das ist aber auch die große Herausforderung in dieser interdisziplinären Konstellation, dass tatsächlich das Zeit braucht.
00:21:39: Ich
00:21:40: kann nicht einfach flüssig sprechen und agieren sondern ich muss erst mal verstehen was der die andere jetzt genau meint und das muss ich hinterfragen.
00:21:49: und dann kommen noch diese unterschiedlichen Wissensbestände ins Spiel und dann noch die Methoden Also die strukturierten Vorgehensweisen, die wir als Struktur ihnen an die Hand geben.
00:22:01: Bernd du hast gesagt ihr geht immer vom Gegebenen aus.
00:22:04: Wir müssen anerkennen, annehmen was überhaupt da ist mit dem wir arbeiten können.
00:22:09: Wie ändern wir denn unsere Blickwinkel?
00:22:11: Hat das nicht doch etwas damit zu tun dass sich auch die Disziplinen selber über diese Prozesse der Interdisziplinarität verändern müssen in dem was sie überhaupt wahrnehmen können also was Sie erkennen und wie Sie zum Beispiel Raum verstehen?
00:22:25: Das ist so komplex.
00:22:27: Diese ganze Geschichte, die auch etwas mit unserer Wahrnehmung zu tun hat und mit unserem Blick auf die Dinge... Also wir gucken diese blaue Murmel im All an und denken wie ist das schön?
00:22:39: Und wie ist es verletzlich?
00:22:41: Die Erfahrung ist doch das Wesentliche.
00:22:44: Dass wir das was wesentlich und schützenswert ist, dass für die Verletzlichkeit dieses Planeten können wir alltäglich erfahren weil wir hier sind In Wirklichkeit ja nur diese dünne Schicht, die diese Kugel umgibt.
00:22:59: Die uns dieses Leben ermöglicht.
00:23:01: Wenn ich auf einmal verstehe Ich bin Teil dessen.
00:23:05: Nicht ich bin alleine und hab den Blick auf diese Murmel Und ich regle alles was zu seiner Rettung beiträgt oder auch ins Verderben führt Sondern ich bin Teil eines komplexen Systems Und meine Handlungen tragen dazu bei.
00:23:19: Ein noch ein zweites Beispiel Raum.
00:23:22: Was der Architekt...die Architekten Und der Raum versteht, ist der Container.
00:23:27: Der, die Nutzerin spielt da keine Rolle in der Regel.
00:23:30: Also das ist sozusagen wie eine Schachtel, die der Architekt kreiert von außen und in die gehen dann die Bewohnerinnen oder die Arbeitenden und machen dann das was sie tun.
00:23:41: Aber in Wirklichkeit ist der Architekt ja während er darüber nachdenkt Teil vom Prozess von einem relationalen Gefüge indem er diesen Container produziert.
00:23:52: Und wo findet man die Grenze, dass es auf einmal zu einem bewohnten Raum wird?
00:23:56: Nur weil die Menschen dann irgendwann einziehen.
00:23:58: Das ist kontinuierlich!
00:24:00: Es ist der Relationalraumbegriff, der hier eine Rolle spielt.
00:24:04: Es ist nicht erst Raum wenn er fertig ist und ich einziehe sondern das was wir hier gerade produzieren ist Raum.
00:24:12: Das isst ein anderes Raumverständnis was eben tatsächlich auch erstmal komplexes ist.
00:24:18: aber Ich glaube, das ist ein Lernprozess der nicht von heute auf morgen geht.
00:24:23: Sich überhaupt daran anzunähern und das ist das was wir versuchen mit unserem Studienprogramm.
00:24:29: Ich denke die Disziplinplanung, die verändert sich bereits.
00:24:32: man kann es an verschiedenen Indizien festmachen.
00:24:35: alle Studiengänge in der Schweiz haben sich umbenannt in den letzten Jahren.
00:24:39: Die hießen Raum Planung und heißen jetzt alle Raumentwicklung.
00:24:42: Das heißt da ist ein Bewusstsein entstanden.
00:24:45: bei der Entwicklung bin ich schon In meiner Perspektive mit anderen verbunden.
00:24:50: Und jetzt in der Schweiz sind wir ja, trotz allem in einer Situation wo es immer noch darum geht Wachstum zu verkraften.
00:24:56: Das ist etwas anderes wenn man sich der Begrenztheit der Ressourcen stark bewusst wird als wenn man denkt Ja gut dann weisen wir jetzt noch ein neues Wohngebiet aus und das bauen wir vielleicht ein bisschen dichter und höher und dann passen die da schon rein.
00:25:10: Sondern so wissen die ressourcen sind in einem starken Sinne begrenzt.
00:25:15: Der Boden in seiner Menge ist begrenzte.
00:25:18: Man beginnt inzwischen auch schon Mit dem Untergrund über den Untergrund nachzudenken, plötzlich wird man sich auch bewusst dass auch der begrenzt ist.
00:25:26: Also die Planungsdisziplin verändert sich dabei und wir versuchen da einen Weg dadurch zu bahnen, den man gehen kann.
00:25:35: Ich möchte darauf zurückkommen was du gesagt hast Bernd.
00:25:38: dieser Blick des Astronauten auf diese Kugel das ist ja ein Blick von außen.
00:25:41: Das ist der göttliche Blick Und das ist der gleiche Blick den man im Genikult auch pflegt Der geniale Entwerfer entwirft eine neue Stadt.
00:25:52: Und das ist eigentlich wie der Höhepunkt der Projektarbeit, also des Entwurfs man entwirbt eine neue Welt und findet eine Lösung für ein Problem.
00:26:03: Man hinterfragt das Problem nicht sondern hat einen Ausgangspunkt und von hier aus schafft man ein Werk.
00:26:09: Man gibt Antworten!
00:26:11: So wie ihr unterrichtet, gibt man keine Antworten, sondern ihr unterichtet Beziehungsweise ihr bringt eure Studierenden dazu zu lernen, wie man Fragen stellt.
00:26:22: Also eine grundlegend andere Haltung – eine so kratische Haltung?
00:26:27: Die Ausgangslage ist die Frage und nicht die Antwort.
00:26:30: Und insofern kann man wirklich auch sagen dass die Formen und der Inhalt extrem gut zusammenpassen weil ihr unterrichtet indem Fragen gestellt werden und ihr unterichtet wie man fragen stellt.
00:26:45: Ja absolut!
00:26:47: Ich finde das ein tolles Bild.
00:26:50: Die Architektin kennt diese Geste von Le Corbusier über diesem Modell, das ist einmal diese Vogelschaub und dann die hand, die göttliche Hand, die en persona Paris ausradiert um die neue tolle Stadt zu kreieren.
00:27:05: Das ist weiterhin das Verständnis von Architektaur Diese Tabula rasa Mentalität, die den Bestand negiert.
00:27:12: da ist das Blatt weiß aber in Wirklichkeit war das Blatt nie leer.
00:27:18: Und das Interessante ist tatsächlich auch, an dieser Geste mit dieser Giste einhergeht die Behauptung alles im Griff zu haben und alles bestimmen zu können.
00:27:29: Das ist genau diese Haltung, die uns zu diesem Punkt geführt hat, die eigentliche Krise ist und alle anderen Krisen sind sozusagen Folgeerscheinungen von dieser Krise, die wir als Menschen verursacht
00:27:43: haben.".
00:27:43: Wir müssten diesen Blick eigentlich verlassen.
00:27:46: Ja, ich möchte aber auch hier was zitieren aus dem nagelneuen Raumkonzept Schweiz.
00:27:51: das ist nämlich durchaus bemerkenswert etwas für Begrifflichkeiten da im Zentrum stehen und da sieht man doch einen Wandel der Perspektive.
00:27:59: ob die sich durchsetzt oder nicht Das weiß ich nicht.
00:28:02: Die erste Strategie heißt Polizentralität und Kooperation stärken Und da geht es um Vernetzung Zusammenarbeit und Teilhabe in Handlungsräumen.
00:28:09: Bei der zweiten Strategie natürliche Lebensgrundlagen sowie eine hohe landschaftliche und bauliche Qualität sichern, da geht es um Integration.
00:28:18: Und auch wiederum Vernetzung.
00:28:20: Und bei der dritten Strategie Räume für Wachstum von Bevölkerung und Wirtschaft, Vorsehen, Mobilität und Energie, Umwelt- und Klimagerecht ausgestalten heißt es Abstimmung, gesamtheitliche Gestaltung und Kreativität.
00:28:35: Also das ist ein Worthing!
00:28:37: Das ist anders als es vorher war.
00:28:39: Also man bemüht sich sozusagen, diese Ziele prozessual zu formulieren und da ist nicht die Rede vom Planen.
00:28:47: Ich glaube dass dieses Wording etwas aussagt eine Absicht darstellt ob sich die Absicht dann realisieren wird das was anderes aber es ist zumindest eine absicht die den absichten die wir verfolgen nahe steht.
00:29:02: Die Frage ist vielleicht heute wie schaffen wir es die nächste generation so auszubilden dass sie in der Lage ist, mit diesen Komplexitäten und mit der Unbestimmtheit auch wirklich lernend umzugehen.
00:29:15: Wie lernt man diese Lernprozesse die so wichtig sind?
00:29:18: Also wie lerntman nicht etwas anzuwenden also eine Fähigkeit oder Fertigkeit sondern wie lernte man sich selbst auch in den Situationen neu zu erfinden?
00:29:30: Ich glaube das es braucht dass man ansteht Dass man wirklich nicht weiter kommt, dass es irgendwo ne Wand gibt.
00:29:36: dieses Erlebnis Hier habe ich jetzt mit aller guten Absicht und all meinem Können, dass ich habe mich vor eine Wand befördert.
00:29:45: Und da komme ich erst mal nicht durch.
00:29:47: Was mache ich jetzt?
00:29:48: Versuche ein Betonbohrer zu finden und dann Loch durchzubauen oder drehe ich mich vielleicht um und finde ne neue Richtung?
00:29:56: Das heißt man braucht einen sehr starkes Motiv.
00:29:58: also man muss sozusagen nicht aufgeben lernen!
00:30:01: Ich glaube es liegt auch so ein bisschen in deiner Frage wie lernt man sich selbst neu zu erfinden?
00:30:06: Der Schwerpunkt liegt auf sich selbst.
00:30:08: Also ich glaube, wenn ich mich selbst verorte in einem Kontext mit meinen Interessen, mit meinem Motiv hast du eben gerade gesagt dann habe ich eine andere Form tatsächlich auch mich in dem Kontext zu bewegen darin zu handeln und Verantwortung zu übernehmen.
00:30:27: Ich muss mich zentral stellen.
00:30:29: in diesen Prozessen ohne mich zu positionieren kann ich doch nicht vernünftig forschen, weil dann ist es alles vorgegeben.
00:30:37: Also so macht man etwas.
00:30:40: Wenn ich mich selbst ins Zentrum stelle mit meiner Frage, dann komme ich auch zu neuen Erkenntnissen.
00:30:45: da bin ich von überzeugt und das was wir machen können sind diese Lernprozesse zu
00:30:49: fördern.".
00:30:51: Bei dem Thema der Ermächtigung stellt sich natürlich die Frage wenn man sich als Behörde aus Planungsbehörde einer großen Stadt zum Beispiel als Plattform begreift der Dialogkultur, gibt man ja eine gewisse Macht auf.
00:31:06: Also da kommt man weg von dieser Vogelperspektive und begibt sich in den Niederungen des Alltags und muss ein Stück weit Macht aufgeben.
00:31:16: Das kommt nicht von allein.
00:31:17: Braucht
00:31:18: es da eine Art subversive Kraft seitens dieser Studierenden, die ihr da ausbildet wenn sie in die Praxis kommen?
00:31:25: Dass Sie auch lernen eben nicht nur die richtigen Fragen in Bezug auf den Bestand zu stellen sondern auch die richtigen Fragen in Bezug auf die behördlichen und gesetzlichen Strukturen zu stellen?
00:31:38: Das Problem ist, glaube ich, ein anderes.
00:31:40: Was somit der Administration angesprochen hat im Hinblick auf den Machtverlust, indem möglicherweise participative Verfahren Entscheidungen ausgelagert werden, Out-Gesource werden Prozesse an Reformen nehmen, Entscheidungsprozesse, die über Dekaden unter Umständen laufen.
00:32:00: In Hamburg gerade geschehen eine dekate Planung als vorbildliches Vorhaben.
00:32:06: Planbude mit Aktivisten, mit Nachbarinnen also wirklich über zehn Jahre ein Projekt entwickelt und dann sagt der Eigentümer Nö jetzt ist irgendwie lässt sich das nicht mehr nachstellen und will es Grundstück wieder abstoßen.
00:32:22: Das Grundstuck is mitten in der Stadt in St.
00:32:24: Pauli seit zehn Jahren Prache Und die bayerische Hausbau stößt das jetzt ab.
00:32:30: Und zwei Monate später gibt es ein Bild in der Zeitung mit einem neuen Modell und einem neuen Bauträger, der zusammen mit einer städtischen Wohnungsbaugesellschaft das einfach mal übernommen hat.
00:32:42: Die Architekten einfach ausgebotet, die das zehn Jahre mitentwickelt haben und kommt mit dem neuen Architekturteam stellt sich der Öffentlichkeit ohne dass sie mal sauber die Öffentlichkeit vorher informiert haben was da passiert.
00:32:57: Das ist doch eine Katastrophe.
00:32:59: Das eigentliche Problem, das im Immobilienmarkt unsere Häusern nicht nur Häuser sind, die gestaltet und entworfen sind.
00:33:07: Das ist ein Produkt auf dem Finanzmarkt!
00:33:09: Das ist auch das Problem.
00:33:10: Und die unterschiedlichen Logiken passen nicht mehr zusammen.
00:33:14: Jetzt ist die Administration natürlich genau dazwischen.
00:33:19: Die haben im Moment den Schwarzen Peter.
00:33:21: Dass sie in beide Richtungen operieren müssen Fehlentscheidung treffen können.
00:33:28: Das ist natürlich jetzt das Dilemma, wie kommen wir daraus?
00:33:32: Welche Chance gesteht ihr euren Zöglingen zu wenn sie da rausgehen?
00:33:38: gibt es von den Studierenden die in die Praxis gehen positive Rückmeldungen?
00:33:43: Es ist was in Bewegung.
00:33:44: also das kann man auch bei uns sagen dass es eine neue Form von Beteiligungskultur geben muss.
00:33:50: das haben die Behörden auch schon festgestellt und das ist auch sichtbar dass Absolventinnen nicht nur Tabea, Ben in renommierten Büros tolle Projekte machen.
00:34:02: Sondern das ist auch in Hamburg natürlich möglich und nachzuvollziehen sind nicht nur die Studierenden, die in die Behörden hineingehen in die Planungsbüros sondern die auch eigene Büros gründen Und die da jetzt tatsächlich erste Aufträge von der Stadt bekommen und natürlich andere Verfahren auch üben Die aber dann auch unter einem Wahnsinnsdruck stehen Die Stadt so schnell auch nicht umschalkt, sie haben zwar gemerkt.
00:34:28: Aha es muss anders laufen.
00:34:31: Wir holen sich dann auch andere Leute von denen Sie wissen oder denken die machen's anders versuchen sie aber wieder in die alten Fahrwasser hinein zu drücken und das ist schon problematisch weil es irrsinnig Nerven aufreibend für die Akteure ist die da tatsächlich am Wirken sind.
00:34:48: Ja ich denke es ist tatsächlich auf der Agenda von vielen Städten und Gemeinden diese nach Sektoren gegliederte Verwaltung zu einer besseren interdisziplinären Zusammenarbeit zu bringen.
00:34:59: Das ist auf der Agenda, aber das dann de facto zu machen, ist nochmal ein anderer Punkt.
00:35:05: wie instrumentiert man das?
00:35:07: Das sind Dinge wo man im Moment eigentlich auch noch keine ganz klaren Lösungen
00:35:12: hat.
00:35:13: Ich denke was da greift ist einfach die unterschiedlichen Wissensformen also die Behörden Menschen in den Behörden, die wissen das.
00:35:20: Weil sie sich natürlich informiert haben.
00:35:23: Sie mitbekommen was passiert aber sie haben keine Erfahrungswissen darüber.
00:35:27: Insofern ist da ein Unterschied da weil unsere Studierenden haben das Erfahrung zu wissen.
00:35:31: Die haben das eingeübt und verinnerlicht und können dann auch ganz anders agieren als die Menschen in der Verwaltung, die eine Vorstellung haben von dem was sie da erwarten Aber nicht geübt sind darin Und insofern genau dass dann passiert Erfahrungswissen aus Nicht-Erfahrungswissen trifft.
00:35:50: Mir kommen also zwei Begriffe auf der einen Seite scheitern, du hast das Ulrike vorhin gesagt mit dem man muss so an die Wand laufen damit man die Perspektive ändert und das andere ist Vertrauen was Du gerade beschreibst in die eigene Kompetenz oder in den offenen Prozess zu vertrauen zu sagen.
00:36:07: ich weiß noch nicht was hinten rauskommt Ich weiß aber wie ich einen Weg suche.
00:36:13: Was
00:36:13: für Lernräume oder Situation muss ich denn bauen?
00:36:17: Also wir versuchen ja ganz stark mit der Praxis schon zusammenzuarbeiten.
00:36:20: Da ist dieses reale Element auf jeden Fall drin, im ersten Semester ist das eben noch nicht der Fall, das ist experimentell.
00:36:28: da gibt es diese vielleicht auch unangenehme Konfrontationen mit der Realität noch nicht aber die kommt dann irgendwann und dann gibts den Auftrag guck mal wie du durch die Wand kommst oder eben nicht.
00:36:40: und was ist denn die Alternative zur Wand?
00:36:42: Wir haben ja auch sehr früh jetzt schon die Verwaltungen aus unseren einzelnen Forschungsgebieten dazu eingeladen, auch in diesem ersten Semester mit uns diese einzelne Prozessschritte zu reflektieren.
00:36:53: Und da merkt man ich glaube bei ganz vielen Situationen, die wir auch erleben eigentlich ist das Verständnis und auch das Wissen und auch die Sprache da aber es gibt so wenig Berührungspunkte.
00:37:03: und dieser Berührungspunkt der jetzt so früh auch in unserem Studio schon zu ermöglichen und auch im geschützten Raum zu schaffen Das hilft, glaube ich den Studierenden auch eben zu wissen, dass man gewisse Sachen auch artikulieren kann oder später auf diese einzelnen Kollegen und Kollegen der Verwaltung zugehen kann.
00:37:18: Und das merken wir.
00:37:20: Das schafft es jetzt schon auch, glaube Ich, das Vertrauen in sich in seine eigene Disziplin mit dem Wissen, dass in Zukunft die Fragestellung nicht mehr allein lösen wird.
00:37:29: Man wird sie mit anderen Disziplinen lösen werden.
00:37:32: Man würde mit der Politik zusammenarbeiten und auch mit der Verwandlung.
00:37:35: Und da steht finde ich bei uns gar nicht mehr so infrage, dass das passiert.
00:37:40: ganz oft die Situation, dass uns die Studierende berichtet haben.
00:37:43: Dass es für sie schwer war mit den Verwaltungen in ihren Verwaltungsläumen zu sprechen.
00:37:49: Dass das aber den Studienenden einfacher gefallen ist, die Verwältung in ihren Räumen sozusagen zu interviewen und mit ihnen ins Gespräch zu kommen.
00:37:57: Und ich glaube, das sind auch so Situationen, die die Studiendes sehen, dass man je nach Raum oder Ramung auf welches Terrain man sozusagen die einzelnen Akteure zieht.
00:38:06: Das hat auch was Expertin des Alltags zu tun, wo befrage ich sie?
00:38:10: Wie befrage ich Sie.
00:38:11: Das hat so viel damit zu tun wie ich mich selber als Entwicklerin wohlfühle oder wie ich überhaupt auch anders wissen
00:38:18: komme.".
00:38:19: Also auf der einen Seite gibt es etwas das kannst du an den Hochschulen lernen und in diesen Schutzräumen aber in diese neuen dialogischen Prozessen also mit dieser Unbestimmtheit umzugehen musst du dich der Unbestimtheit ja aussetzen können.
00:38:32: Und wo sind wirklich die Schnittstellen, die zugleich immer noch Schutzraum sind und aber auch die Möglichkeit bieten in ein reales, also in einen realen Dialog mit der Wirklichkeit zu treten?
00:38:43: Naja es ist glaube ich sowieso eine Veränderung im Lernen.
00:38:47: Es geht nicht mehr darum Abläufe zu lernen, die ich dann abrufen kann und die dann routinemäßig irgendeine Lösung hervorbringen sondern es geht ja darum das Lernen zu lernen.
00:38:57: Das heißt letztlich zu sehen Wenn ich mit einer neuen Situation konfrontiert bin, dann ein Rüstzeug zu haben wie ich die Auftröse, wie ich damit umgehe auch wenn ich diese Situation im Studium noch nie gehabt habe.
00:39:10: Aber ich habe Handwerkszeuge gelernt, wie mich mit einer neun unbekannten auf mich zukommenden, mich herausfordernden und vielleicht auch an meine Grenzen bringenden Aufgabe umgehen.
00:39:23: In der Schweiz gibt ja doch die besondere Situation das bei öffentlichem Bauten die Budgets jeweils demokratisch legitimiert werden müssen.
00:39:32: Und ich glaube, es ist in der Schweiz vielleicht im Vergleich zu anderen Ländern doch auch ein erhöhtes Bewusstsein.
00:39:40: da sage ich jetzt einmal dass man sich als Planerin irgendwann einmal seinen Opfern stellen muss sozusagen und gerade stehen muss für das was man eigentlich aus der gottähnlichen Perspektive da entworfen hat.
00:39:54: Vielleicht ist das ja auch eine Motivation, um sich Gedanken darüber zu machen wie man mit der Gemeinschaft in Kontakt kommt.
00:40:03: Ja ich glaube es ist etwas naiv zu denken Ich rufe eine Gruppe zusammen und die Gruppe entscheidet als Gruppe.
00:40:08: Das funktioniert eben gar nicht.
00:40:10: Sondern dass es ein Prozess wo Eine Gruppe Inputs geben kann Die werden ernsthaft verarbeitet so dass Man sie nachher auch wieder erkennen Kann.
00:40:17: die Input dann kann man sagen Es könnte so oder So sein Dann können auch Rückmeldungen kommen, was ist die bevorzugte Variante?
00:40:27: Und die Entscheidung liegt aber nachher dennoch bei denen Institutionen, bei denen diese Entscheidung obliegt.
00:40:35: Aber es ist wichtig das genau aufzutröseln und zu sehen wo kann der Input sein wie kann er ernsthaft verarbeitet werden und wie kann dann auch die letzten Entscheidungsinstanzen da die Hürden nehmen und nicht an dieser Stelle scheitern?
00:40:52: Ja, kann man sagen es ist auch eine Technik die man lernen kann und die man erproben kann.
00:40:57: Die man durch eigene Übungen sozusagen mitnehmen kann.
00:41:01: und dies zu lernen das ist ja ein Kerninhalt von den Ausbildungen
00:41:06: Das ist natürlich ein hochspannendes Berufsbild.
00:41:09: oder weil da auf der einen Seite gibt es ja Moderationsprozesse oder Methoden die man da einbringen können muss Und gleichzeitig hat man aber immer noch so eine Stammdisziplin, die die ursprünglichheit man mitbringt.
00:41:23: Aus der heraus man ja auch wieder handelt.
00:41:25: also man wechselt immer wieder die Hüte während des Prozesses und das setzt voraus dass man ein sehr hohes Bewusstsein dafür entwickelt aus welcher Position man gerade was tut.
00:41:38: Also die Selbstreflexion müsste in dem Sinn auch ein sehr wichtiger Teil dieser Ausbildungen sein
00:41:44: Ein Beteiligungsprozess Geht es, glaube ich schon auch darum wie die Haltung ist?
00:41:50: Also dass sich auch zum Beispiel die Entscheidungsprozesse offen lege.
00:41:55: Meine Haltung wie ich da reingehe also ob ich jemand abholen will immer noch ein gern benutzter Begriff in solchen Prozessen Ich will sie erstmal abhol'n zeigt ja Asymetrie in dieser Situation legt sie auch offen und Die eigentliche Grundlage ist doch erst mal ein gegenseitiges Vertrauen und gegenseitanlicher Respekt, den man sich entgegenbringt.
00:42:17: In dem was man in einen möglichen Prozess eintragen kann und will Und du hast es eben auch nochmal angesprochen Ben Ich kann das lernen.
00:42:28: Manche Dinge kann ich aber nicht lernen die muss ich einüben.
00:42:31: Das ist stilles Wissen und dass ist das Was uns im Alltag begleitet weil wir nicht drüber nachdenken im gegenseitigen Miteinander.
00:42:41: Und das gehört einfach dazu in unserer Art Studienprogramme, dass wir mit den Studierenden nicht nur ihnen Wissen vermitteln so musst du es machen oder so wird's besser sondern dass wir in diesen Vorgehensweisen also die Struktur die geben wir Ihnen an die Hand damit sie sich in spontanen Situationen verhalten können und nicht in diese Macht Asymetrie hineinfallen die Prozesse zum Erlegen bringen.
00:43:07: Herzlichen Dank!
00:43:08: Ich hätte noch eine vielleicht abschließende Frage.
00:43:11: Was gibt euch Hoffnung, dass der Weg des Lernens und das Aufbau uns von Vertrauen eigentlich einer ist, der weitergeht?
00:43:21: Es ist die einzige Möglichkeit wie wir diesen... also ich mache es jetzt mal ganz groß auf Wie wird diesem Planeten tatsächlich auch als Lebensgrundlage für uns Spezies Mensch erhalten können die Menschen zu enablen, zu befähigen tatsächlich damit umzugeben und die Herausforderungen anzunehmen.
00:43:41: Und diese Unsicherheit tatsächlich auch als Herausforderung zu begreifen, um Lösungen zu kreieren, die tatsächlich zukunftsoffen
00:43:49: sind.".
00:43:50: Ja das ist sicher zum einen mal dieser Glaube daran.
00:43:53: ich denke dass es eine Art Glauben aber auf der anderen Seite auch gewisse Erfahrungen wo auch über gewisse Welten hinweg, also in einer Zentralschweizer Gemeinde zu arbeiten.
00:44:03: Das ist jetzt nicht gleichzeitig – ich weiß nicht – Hamburger Nachbarschaftsuniversität.
00:44:08: Es ist was ganz anderes und trotzdem funktioniert da ein Kollab.
00:44:12: Also dass es möglich ist auch über Weltenhinweg, auch über politische Ansichten hinweg.
00:44:18: Wir haben also gute Erfahrungen gemacht mit Leuten im Gemeinden die Querbet politisch orientiert waren doch an einem gemeinsamen Projekt arbeiten zu können und zu einem guten Ergebnis zu kommen, die Erfahrung gemacht zu haben.
00:44:34: Und dass das dann nicht ideologisch werden muss sondern dass es möglich ist an dem gemeinsamen Strang zu ziehen weil alle sehen oh das ist was Gutes.
00:44:42: diese Erfahrung die hält einen glaube ich auch auf Trap.
00:44:46: Ich denke bei uns oder ganz aktuell auch jetzt im ersten Semester, dass wir einfach wirklich dieses Engagement und diese Motivation von den jungen Kollegen und Kolleginnen sehen.
00:44:54: Und auch merken das es ein wirkliches tiefes Interesse ist die Planung und Entwicklung zukünftig anders zu denken und das jetzt schon anfängt.
00:45:03: Das gibt uns Hoffnung und ich glaube das Schöne ist etwas weitergeben zu können.
00:45:08: Und das Schoene ist auch, dass man sieht, dass es im Kleinen weiter geht, jetzt auch bei unseren Studierenden
00:45:14: dass die ersten,
00:45:15: selbst wenn sie jetzt nach dem ersten Semester abschließen schon die Dinge hinterfragen werden.
00:45:20: Und ich glaube dieses Vertrauen der Umgang eben mit der Unbestimmtheit aber auch zu wissen das man Prozesse zukünftig hinterfragen
00:45:28: soll
00:45:29: ist glaube ich schon mal wesentlich und ich glaube das haben wir angelegt.
00:45:32: daher mache ich mir keine Sorgen.
00:45:34: Dankeschön!
00:45:35: Mit dieser doch optimistischen Aussicht schließen wir ab möge die Saat gedeihen und wachsen Und wir sind sehr gespannt
00:45:44: auf die nächsten Generationen.
00:45:46: Herzlichen Dank!
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